Arbeitslosigkeit, Armut und soziale Ausgrenzung
Wie neoliberale Reformen die Gesellschaft spalten
Seit geraumer Zeit scheint es, als erlebe der (Wohlfahrts-)Staat eine Renaissance und als neige sich die Periode der Privatisierung von Unternehmen, Daseinsvorsorge und sozialen Risiken ihrem Ende zu. Noch ist die neoliberale Hegemonie, wie man die Meinungsführerschaft des Marktradikalismus nennen kann, jedoch ungebrochen. Von einer Überwindung des Neoliberalismus kann gar keine Rede sein, wenn man darunter nicht nur eine ökonomische Theorie versteht, die als Reaktion auf die Weltwirtschaftskrise 1929 bis 1932 und den keynesianischen Staatsinterventionismus entstanden ist, sondern auch eine Ideologie, die den Markt als gesellschaftlichen Regulierungsmechanismus verabsolutiert, sowie eine politische Strategie zu ihrer Durchsetzung.
Seiten 356 - 359
Zitierfähig mit Smartlink: http://www.KrVdigital.de/KRV.12.2007.356